Dipl.-Des. Thomas Mank ist experimenteller Filmemacher, Autor und Gestalter. Seit über 25 Jahren konzipiert und produziert er Medienkunstprojekte als Filme, Ausstellungen, Installationen und Informationsgestaltungen.

Ein besonderer inhaltlicher Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Verbindung von angewandter Gestaltung und experimenteller Kunst. Zu seinen mit Preisen ausgezeichneten Filmarbeiten gehören HOCHHAUS, SIGNALSTÖRUNG und KRAK.

Zur Zeit beschäftigt er sich mit »Identität und Struktur: Dekonstruktion als poetische Methodik« und entwickelt in diesem Zusammenhang u. a. unter dem Arbeitstitel »TUNZENBERG« eine Montage aus nachgelassenen Tage- und Arbeitsbüchern des Psychiaters W-D W., mit dem Projekt »SYNCHRONPUNKTE« das experimentelle Porträt des Dirigenten Frank Strobel und befasst sich mit der Filmcollage »DOMRÖMER« mit dem Wiederaufbau der historischen Frankfurter Altstadt.

Mit seinem Atelier »Kultursysteme« hat er bisher u.a. folgende Werke konzipiert und produziert: Die eigenen Filme sowie die Ausstellungsinstallationen »PLANET AFRIKA« für die Bundeszentrale für politische Bildung, »NORMENWERK I und II« für das Deutsche Institut für Normung e.V. (DIN), »DIE MAUER MUSS WEG.« für den Deutschen Bundestag und »WERKSYSTEM«, einem Arbeits- und Datenverwaltungssystem für die Europäische FilmPhilharmonie – EFPI – GmbH.

In Arbeit

Tunzenberg Materialbeschreibung

Ein Buch- und Filmprojekt auf der Grundlage von 250 Tage- und Arbeitsbüchern des Münchner Psychiaters W.-D. W., die geschrieben wurden zwischen 1960 und 2015.

Tagebücher und Arbeitshefte

Der schriftliche Nachlass von W.-D. W. umfasst zahlreiche Selbstzeugnisse als Tagebücher und Arbeitshefte, die älteren bis einschließlich 1970 im DIN A5 und blauem Umschlag, ab 1981 im DIN B5 Format mit wechselnder farbiger Marmorierung.

Hinzu kommt ein zweites Konvolut überwiegend maschinengetippter Manuskripte, vornehmlich Gedichte und vollständigen Bearbeitungen von zwei Büchern. Dazu Skizzen, handschriftliche Notizen und Korrektur- sowie Sicherungsexemplare. (mehr …)

Das Arbeitszimmer

Dieser Text ist eine der Kurzerzählungen, verfasst auf der Grundlage der Arbeitshefte von W.-D. W. aus dem Jahr 1970.

„Er ist der eigentliche innere Gesprächspartner meiner geistigen Welt, auch wenn die Ansichten über diese in Einzelheiten divergieren“

W.-D. W. , aus: Außer mir. S. 109

Im Grundriss

Das zweistöckige Pfarrhaus war im 18. Jahrhundert erdacht und auf der Anhöhe etwas unterhalb des Schlosses angelegt worden. Der auffällig spitz zulaufende rote Giebel und die weiß getünchten massiven Steinwände spiegelten die herrschaftliche Architektur. Im quadratischen Grundriss konzentrierte sich dagegen der geistliche Anspruch des Ersten Standes. Als Bauwerksensemble überragten beide vorderseitig eine abschüssige Hügellandschaft und rückseitig die übrigen Häuser und Höfe. Die gleichmäßige Ost-Westausrichtung sämtlicher Gebäude erweckte aus der Ferne den Eindruck, als ob sich das Kirchdorf in einer einzigen Bewegung über die Landschaft ausbreiten sollte. (mehr …)

DomRömer – Der gebaute Diskurs

Kurze 2. Fassung vom 06. Oktober 2017

1. Logline

Das Wiederaubauprojekt DomRömer ist eines der spannendsten und auch umstrittensten Bauvorhaben in Frankfurt am Main, wenn nicht gar bundesweit. Auf Initiative der Frankfurter Bürgerschaft wird die zerstörte mittelalterliche Altstadt auf dem Römerberg wieder neu errichtet. Selbst aufgewachsen in Frankfurt, beobachte ich die Entwicklung seit längerer Zeit und will am Beispiel der konkreten Architektur des außergewöhnlichen Rekonstruktionsprojekts einen Filmessay entwickeln, der die Akteure des DomRömer-Projektes, welche das Vorhaben geformt haben, portraitiert um herauszuarbeiten, dass hinter allen technisch-baulichen Möglichkeiten und Erneuerungen auch immer reflektierende Menschen zu den Betrachtern sprechen.

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Praktische Zielsetzungen, Methodik und Zeitplanung

DomRömer – Der gebaute Diskurs
1. Fassung vom 23. Oktober 2017

1. Zielsetzung

Angelegt als Filmessay will sich »DomRömer – Der gebaute Diskurs« mit der Geschichte und den Diskussionen um das Rekonstruktionsprojekt der Dom-Römer-Bebauung auseinandersetzen und zugleich anhand dieses herausragenden Beispiels die vielschichtige kulturelle, gesellschaftspolitische und nicht zuletzt auch technische Struktur eines städtischen Zusammenseins reflektieren.

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