Zur Zeit arbeite ich u. a. unter dem Arbeitstitel »TUNZENBERG« an einer Montage aus nachgelassenen Tage- und Arbeitsbüchern des Psychiaters W-D W., mit dem Projekt »SYNCHRONPUNKTE« an einem experimentellen Porträt des Dirigenten Frank Strobel und thematisiere mit der Filmcollage »DOMRÖMER« den Wiederaufbau der historischen Frankfurter Altstadt als Porträt der Architekten Susanne Keller und Marc Jordi.

In Arbeit

DomRömer – Der gebaute Diskurs

DomRömer - Der Gebaute Diskurs (Arbeitstitel) / Kurze Darstellung

1. Idee

Das Wiederaubauprojekt DomRömer ist eines der spannendsten und auch umstrittensten Bauvorhaben in Frankfurt am Main, wenn nicht gar bundesweit. Auf Initiative der Frankfurter Bürgerschaft wird die zerstörte mittelalterliche Altstadt auf dem Römerberg wieder neu errichtet. Selbst aufgewachsen in Frankfurt, beobachte ich die Entwicklung seit längerer Zeit und will am Beispiel der konkreten Architektur des außergewöhnlichen Rekonstruktionsprojekts einen Filmessay entwickeln, der die Akteure des DomRömer-Projektes, welche das Vorhaben geformt haben, portraitiert um herauszuarbeiten, dass hinter allen technisch-baulichen Möglichkeiten und Erneuerungen auch immer – idealerweise – reflektierende Menschen zu den Betrachtern sprechen.

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Praktische Zielsetzungen, Methodik und Zeitplanung

DomRömer – Der gebaute Diskurs (Arbeitstitel) / Format und Übersicht

1. Zielsetzung

Angelegt als Filmessay will sich »DomRömer – Der gebaute Diskurs« mit der Geschichte und den Diskussionen um das Rekonstruktionsprojekt der Dom-Römer-Bebauung auseinandersetzen und zugleich anhand dieses herausragenden Beispiels die vielschichtige kulturelle, gesellschaftspolitische und nicht zuletzt auch technische Struktur eines städtischen Zusammenseins reflektieren.

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Synchronpunkte – Porträt Frank Strobel

Das Portrait des Dirigenten Frank Strobel als Collage, deren Aufbau und Komposition angelehnt ist an Durchdringung filmisch-musikalischer Thematik.

Der Synchronpunkt

Im Allgemeinen ist der Synchronpunkt eine Positionsmarkierung um anzeigen, wann ein akustisches  Ereignis ein visuelles unterstützen soll, beispielsweise die Bewegung einer Figur oder eines Objektes. In der Filmmusik steht der Synchronpunkt auch für die Bindung der Komposition an die visuelle Vorgabe. Hier kann es zu einer besonderen Herausforderung an das Orchester wie auch den Dirigenten werden, dass der Spielraum musikalischer Interpretation einerseits begrenzt ist, andererseits dadurch zugleich das visuelle Erlebnis erweitert wird. (mehr …)

Tunzenberg Materialbeschreibung

Ein Buch- und Filmprojekt auf der Grundlage von 250 Tage- und Arbeitsbüchern des Münchner Psychiaters W.-D. W., die geschrieben wurden zwischen 1960 und 2015.

Tagebücher und Arbeitshefte

Der schriftliche Nachlass von W.-D. W. umfasst zahlreiche Selbstzeugnisse als Tagebücher und Arbeitshefte, die älteren bis einschließlich 1970 im DIN A5 und blauem Umschlag, ab 1981 im DIN B5 Format mit wechselnder farbiger Marmorierung.

Hinzu kommt ein zweites Konvolut überwiegend maschinengetippter Manuskripte, vornehmlich Gedichte und vollständigen Bearbeitungen von zwei Büchern. Dazu Skizzen, handschriftliche Notizen und Korrektur- sowie Sicherungsexemplare. (mehr …)

Das Arbeitszimmer

Dieser Text ist eine der Kurzerzählungen, verfasst auf der Grundlage der Arbeitshefte von W.-D. W. aus dem Jahr 1970.

„Er ist der eigentliche innere Gesprächspartner meiner geistigen Welt, auch wenn die Ansichten über diese in Einzelheiten divergieren“

W.-D. W. , aus: Außer mir. S. 109

Im Grundriss

Das zweistöckige Pfarrhaus war im 18. Jahrhundert erdacht und auf der Anhöhe etwas unterhalb des Schlosses angelegt worden. Der auffällig spitz zulaufende rote Giebel und die weiß getünchten massiven Steinwände spiegelten die herrschaftliche Architektur. Im quadratischen Grundriss konzentrierte sich dagegen der geistliche Anspruch des Ersten Standes. Als Bauwerksensemble überragten beide vorderseitig eine abschüssige Hügellandschaft und rückseitig die übrigen Häuser und Höfe. Die gleichmäßige Ost-Westausrichtung sämtlicher Gebäude erweckte aus der Ferne den Eindruck, als ob sich das Kirchdorf in einer einzigen Bewegung über die Landschaft ausbreiten sollte. (mehr …)

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