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Hochhaus

Diese Collage aus Bewegtbildern war der erste, wirklich durchkomponierte Einsatz einer Montagetechnik mit Filmmaterial, die der Grundstein für meine gestalterischen Auffassungen ist, erarbeitet mit zahlreichen Fotografien und Materialcollagen in den Jahren zuvor. Im Grunde habe ich daran seit meinem 15. Lebensjahr gearbeitet.

Thema ist zunächst die Umsetzung architektonischer Motive einer HOCHHAUS-Fassade (damals BfG-, heute Europa-Tower) in Klang und bewegtes Bild mittels fotografischer Prozesse, aber ohne Filmkamera. Dafür wird eine Sequenz von fünf 35mm-Fotonegativen hergestellt, deren Länge entspricht einer Sekunde 16mm Film. Diese Negativ-Sequenz wird durch fotokopieren und negativ-positiv-spiegeln vielfach dupliziert. Die verschiedenen Sequenzen werden auf zusammengeklebt und ergeben den auf diese Weise den Kernfilm aus Papier (Bild oben: Originalvorlagen der Bildstreifen aus Papier 1996) (mehr …)

Signalstörung

Im Jahr 1995 erkrankte mein langjährig bester und engster Freund an AIDS, unvermittelt und heftig. Die Krankheit veränderte ihn innerhalb weniger Wochen und er wurde auf die Station 68 eingeliefert, der damals bundesweit führenden Einrichtung für HIV und AIDS an der Frankfurter Uni-Klinik.

Dort begegnete ich bei meinen Besuchen zahlreichen Personen in unterschiedlichsten Stadien der Krankheit. Erschüttert vom Zustand meines Freundes, aber auch zutiefst ergriffen von der aussergewöhnlichen Menschlichkeit an diesem isolierten Ort, beschloss ich, diese Erfahrungen in einem Projekt einzubringen. (mehr …)