Die Form

Der nachfolgende Text skizziert die ursprüngliche Absicht, einen Langfilm aus mehreren separaten Kurzfilmen zu montieren.

Der Filmessay »DomRömer – Der gebaute Diskurs« soll modular aus mehreren, unterschiedlich langen Kurzfilmen zusammengesetzt werden, die in wechselnden Kombination, ebenso aber auch einzeln gezeigt werden können. Jeder einzelne Film sollte, zum jetzigen Zeitpunkt geplant, maximal 15 Minuten lang werden; in der Kombination sollen alle Teile zu einem ca. 90-minütigen Filmzusammengesetzt werden können.

Neben der multi-medialen Verfügbarkeit repräsentiert jedes Modul das Rekonstruktionsprojekt aus der Perspektive jeweils eines Begriffes; mit jedem Kurzfilm wird auf diese Weise ein Diskursbegriff in das Thema visualisiert.

Um eine solche „nichtlineare Struktur“ entwickeln zu können soll die Recherche so angelegt werden, dass Informationen, Gespräche, Klänge etc. als separate Konvolute in einer Datenbank gesammelt und verschlagwortet werden.  Auf der Grundlage dieser Daten wird die spätere Montage angelegt werden. Die Datenbank wird sozusagen das Drehbuch des Films sein. In diesem Sinne teile ich die Stoffentwicklung in drei Phasen ein: Recherche, Verschlagwortung, Auswertung.

Für diese Recherchearbeiten plane ich vier Monate ein; vorausgesetzt, die Arbeit würde im September begonnen werden, könnte die ausgewertete Sammlung als eine Art „Find-Buch“ im Januar vorliegen und zur Produktion übergeben werden können.

Angelegt als Filmessay will sich »DomRömer – Der gebaute Diskurs« mit der Geschichte und den Diskussionen um das Rekonstruktionsprojekt der Dom-Römer-Bebauung auseinandersetzen und zugleich anhand dieses herausragenden Beispiels die vielschichtige kulturelle, gesellschaftspolitische und nicht zuletzt auch technische Struktur eines städtischen Zusammenseins reflektieren.