AuswahlEntwurf

Synchronpunkte
Porträt des Dirigenten Frank Strobel

Frank Strobel ist ein Ordnender, der das metrische Grundprinzip des Films als eines musikalischen früh in das Zentrum seines Schaffens gestellt hat.

Die Beobachtung seiner Arbeit ist die Gelegenheit, Musik nicht mehr nur als die untergeordnete Begleiterin einer visuellen Erzählung zu verstehen.

Im Allgemeinen ist der Synchronpunkt eine Positionsmarkierung um anzeigen, wann ein akustisches  Ereignis ein visuelles unterstützen soll, beispielsweise die Bewegung einer Figur oder eines Objektes. In der Filmmusik steht der Synchronpunkt auch für die Bindung der Komposition an die visuelle Vorgabe. Hier kann es zu einer besonderen Herausforderung an das Orchester wie auch den Dirigenten werden, dass der Spielraum musikalischer Interpretation einerseits begrenzt ist, andererseits dadurch zugleich das visuelle Erlebnis erweitert wird.

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Tunzenberg

Eine Collage auf der Grundlage von 250 Tage- und Arbeitsbüchern des Münchner Psychiaters Wolf-D. W., die geschrieben wurden zwischen 1960 und 2015.

Das gesamte Material ist ein mehr als beeindruckendes Zeugnis nicht nur eines selbstbewusst und selbstbestimmten gelebten Lebens, sondern zugleich auch über eine lange Zeit ineinander und auseinanderentwickelt.

Neben dann unzähligen Ereignissen und Gesprächen, die geschildert werden, ist es das Gespann ständigen Zweifels und ständigen Neuanfangs, das sich leitmotivisch durch dieses Lebenswerk hindurch zieht.

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Im Arbeitszimmer

Der folgende Text ist eine der Kurzerzählungen, verfasst auf der Grundlage der Arbeitshefte von W.-D. W. aus dem Jahr 1970.

Er ist der eigentliche innere Gesprächspartner meiner geistigen Welt, auch wenn die Ansichten über diese in Einzelheiten divergieren
W.-D. W. , aus: Außer mir. S. 109

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